Einbruchsschutz Eigenheim

 

Das Burgenland zählt zu den sichersten Bundesländern Österreichs. Dennoch sind auch wir Burgenländerinnen und Burgenländer nicht vor einem möglichen Einbruch in unser Eigenheim gefeit.

Mit einigen Tipps wollen wir Sie bei der „Absicherung“ Ihrer Wohnung oder Ihres Hauses unterstützen.

Nur ein guter Mix aus organisatorischen, mechanischen und elektronischen Maßnahmen kann wesentlich zur Steigerung der Sicherheit Ihrer eigenen vier Wänden beitragen.

Dass man sich vor Einbruch schützen kann, zeigt die Erfahrung der Polizei.

Mehr als ein Drittel der Einbrüche werden im Anfangsstadium abgebrochen, nicht zuletzt auch wegen der Sicherheitsmaßnahmen der Bewohner. Aber ebenso durch richtiges Verhalten der Bewohner und die Aufmerksamkeit der Nachbarschaft werden Einbrüche verhindert.

Unsere guten „TIPPS ZUR EIGENHEIMSICHERUNG“ können eine individuelle Beratung nicht immer ersetzen. Eine kostenlose Beratung bietet die kriminalpolizeiliche Prävention der Polizei und einige Sicherheitsexperten.

Die Adresse der für Sie zuständigen kriminalpolizeilichen Prävention erhalten Sie bei jeder Polizeiinspektion oder beim

Landespolizeikommando Burgenland,
Landeskriminalamt
Neusiedler Str. 84
7000 Eisenstadt
Tel.: 059133-10-3750
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!



Nachfolgende Tipps dienen zur Erhöhung der Sicherheit Ihres Heims:

  • Achten Sie bewusst auf gefährdende und verdächtige Situationen.
  • Verschließen Sie Fenster, Balkon- und Terrassentüren auch bei kurzer Abwesenheit.
  • Sperren Sie die Gartentür und die Eingangstür auch zu, wenn Sie im Haus oder in der Wohnung sind. So können Sie verhindern, dass aufdringliche Personen plötzlich mitten in Ihrem Wohnzimmer stehen.
  • Legen Sie Ihren Schlüssel nicht unter den Fußabstreifer oder unter den Blumentopf wenn Sie das Haus/die Wohnung verlassen. Einbrecher kennen die üblichen Verstecke und suchen gezielt nach solchen!
  • Wenn Sie Ihren Schlüssel verloren haben, wechseln Sie die betroffenen Schließzylinder aus.
  • Wenn Sie Haus und Wohnung auch nur kurzzeitig verlassen, sperren Sie die Tür zweifach ab.
  • Achten Sie auf Fremde in Wohnhausanlagen oder auf dem Nachbargrundstück. Sprechen Sie diese Personen an.
  • Rollläden sollten zur Nachtzeit – und nach Möglichkeit nicht tagsüber – geschlossen werden; Sie wollen ja nicht schon auf den ersten Blick Ihre Abwesenheit signalisieren.
  • Lassen Sie bei einer Tür mit Glasfüllung den Schlüssel innen nicht stecken.
  • Vorsicht! Gekippte Fenster sind offene Fenster und von Einbrechern leicht zu öffnen.
  • Ersuchen Sie Nachbarn bei längerer Abwesenheit Ihren Briefkasten zu entleeren.
  • Lagern Sie keine Aufstiegshilfen wie Leitern ungesichert in Ihrem Garten bzw. entfernen Sie derartige Aufstiegshilfen.
  • Öffnen Sie auf Klingeln nicht bedenkenlos, sondern zeigen Sie gegenüber Fremden ein gesundes Misstrauen. Nutzen Sie Türspion und Sperrbügel (Türspaltsperre).


Wertsachen

  • Lassen Sie Ihre Wertsachen nicht frei in Ihrem Haus oder Wohnung herumliegen.
  • Wichtige Dokumente und wertvolle Gegenstände (Gold, Schmuck etc.) gehören in ein Schließfach in Ihrer Bank oder nutzen Sie für zu Hause einen versteckten, fest verankerten Safe.
  • Kennzeichnen Sie Ihre Wertgegenstände und erfassen Sie die wichtigsten Daten (Seriennummern) in einer Wertsachenliste (Eigentumsverzeichnis).
  • Fertigen Sie Farbfotos von Ihren Wertsachen und Ihren Dokumenten mit Ihrer Digitalkamera an.
  • Lagern Sie eine Kopie des Datenträgers nicht in Ihrem Haus oder Wohnung.
  • Überprüfen Sie Ihre Polizzenummer und vergewissern Sie sich, wann die Versicherung die Deckung übernimmt.


Immer wieder hört man folgende Mythen und Legenden zu Einbrüchen:

„Bei mir ist nichts zu holen…“

Viele unterschätzen den Wert ihres Besitzes und denken, ihr Haus oder ihre Wohnung wäre für Einbrecher uninteressant. Irrtum! Einbrecher hoffen immer auf lohnende Beute und finden sie auch. Sie nutzen günstige Gelegenheiten wie schlecht gesicherte Türen, Fenster oder Terrassentüren unerbittlich aus. Aber auch die Anonymität, z.B. in mehrstöckigen Wohngebäuden oder Wohnhausanlagen, kommt ihnen vielfach zugute.


"Einbrecher kommen nachts…“

Auch das ist ein Irrglaube. Einbrecher kommen oft tagsüber, wenn üblicherweise niemand zu Hause ist, nämlich zur Schul-, Arbeits- und Einkaufszeit, am frühen Abend oder an den Wochenenden. In den Wintermonaten nutzen Einbrecher oft die frühe Dämmerung aus.


„Einbrecher kommen überall hinein…“

Die polizeiliche Erfahrung zeigt, dass die wenigsten Einbrecher mit Spezialwerkzeugen gut ausgerüstet sind. Meist handelt es sich nicht um „Profis“, sondern vielmehr um Gelegenheitstäter, die sich oft durch einfache aber wirkungsvolle technische Sicherungen von ihren Absichten abhalten lassen. Täter wollen schnell, ungehört und ungesehen in ein Objekt eindringen.

Faktum ist: Sichtbare Sicherungstechnik, wie beispielsweise die Außensirene einer Alarmanlage, wirkt auf den Täter eher abschreckend als anziehend.

Positiv gegen einen Einbruchsversuch wirkt bereits ausreichend Licht bei den möglichen Zugängen zu einem Objekt.


„Einbrecher muss man aufhalten…“

Vorsicht! Einbrecher wollen nicht entdeckt werden und vermeiden nach Möglichkeit jede Konfrontation. Wenn Sie einen Einbrecher bemerken: Stellen Sie sich ihm keinesfalls in den Weg! Spielen Sie nicht den Helden, denn das könnte schlimm für Sie ausgehen. Verständigen Sie stattdessen sofort die Polizei unter der Notrufnummer 133 und geben Sie ihr eine möglichst gute Beschreibung des Täters und seines eventuell eingesetzten Fluchtfahrzeuges.


„Bevor man etwas bemerkt ist der Einbrecher schon weg…“

Hier ist Achtung geboten. Einige Täter riskieren die Anwesenheit der Wohnungsbesitzer. Während diese schlafen schleichen Einbrecher in der Wohnung umher und suchen nach leichter Beute. Man muss davon ausgehen, dass sich diese Tätergruppen auf Konfrontationen mit den Besitzern einlassen und sich darauf vorbereiten. Also stellen Sie sich diesen Tätern keinesfalls in den Weg.

Am besten ist es sich im Schlafzimmer bemerkbar zu machen. Sich zu räuspern, Licht einzuschalten und notfalls – sollte man allein sein - mit imaginären Personen zu sprechen. Keinesfalls verlassen Sie bitte das Schlafzimmer, wenn Sie Einbrecher vermuten. Von Vorteil ist es, wenn man sich im Schlafzimmer bei Gefahr im Verzuge einsperren kann und mit einem Handy die Polizei zur Hilfe rufen kann.

Weiters kommt es immer wieder vor, dass Täter eine längere Abwesenheit der Besitzer ausnützen und sich stundenlang im Objekt aufhalten. Dabei durchstöbern sie sämtliche Verstecke und kramen in den intimsten Sachen der Besitzer. Daher ist es in diesem Fall sehr nützlich, wenn eine Alarmanlage die Täter vertreibt.


„Ich bin ja versichert…“

Sich nach dem Motto „Ich bin ja versichert und bekomme alles ersetzt“ auf seinen Versicherungsschutz zu verlassen, kann verhängnisvoll sein.

Viele Betroffene mussten nach einem Einbruch schon feststellen, dass sie unterversichert waren bzw. die Versicherung den Einbruch nicht anerkennt weil keine Einbruchsspuren zu sehen sind. Dies kann bei sogenannten Nachsperren von Schlössern geschehen. Außerdem kann auch die beste Versicherung keine ideellen Werte und lieb gewonnene Erinnerungsstücke ersetzen und schon gar nicht das Sicherheitsgefühl zurückbringen oder psychische Folgen lindern, welche durch den Einbruch entstanden sind.



Folgen eines Einbruches ...

Der entstandene Schaden eines Einbruchs hat verschiedene Aspekte. Der materielle Schaden liegt laut internationalen Statistiken bei einem Einbruch durchschnittlich etwa bei 2.000,- Euro.

Doch viel mehr als unter dem materiellen Schaden leiden die Einbruchsopfer unter psychischen Belastungen, die Aufgrund des schweren Eingriffs in die Privatsphäre entstehen.

Zu den typischen Beschwerden gehören vor allem der nachhaltige Schock über die Tat, der Schmerz über den Verlust von Wertgegenständen und Erinnerungsstücken und nicht zuletzt die Furcht, dass sich das Geschehen jederzeit wiederholen könnte.


Wo brechen Täter ein

Um in das Objekt zu gelangen, dringt die Mehrzahl der Täter über Türen oder Fenster ein, indem sie diese aufbrechen oder aufhebeln. Wenige Täter kommen mittels Einschlagens der Fensterscheibe in die Objekte.

Sehr beliebt sind gekippte Fenster und Türen, die von den Tätern ohne Weiteres geöffnet werden können.


Wo brechen Einbrecher am häufigsten ein

„Am besten eine professionelle, zertifizierte Alarmanlage…“

In der Tat wirken Alarmanlagen, die richtig geplant und verbaut werden, sehr gut bei Häusern. Bei Wohnungen in oberen Stockwerken kann bereits eine mechanische Sicherheitstür oder ein mechanisches Zusatzkastenschloss einen Einbruchsversuch abwehren.

Eine richtig geplante Einbruchsmeldeanlage schützt das Anwesen bei Abwesenheit der Besitzer, aber auch wenn Sie zu Hause sind und vielleicht schlafen. In dem Moment, wo ein Täter von einem Melder der Alarmanlage detektiert wird, ertönt sowohl im Inneren, als auch im Äußeren des Objektes eine Sirene und eine Blitzleuchte beginnt sofort zu leuchten. Gleichzeitig wird entweder die Polizei oder eine andere hilfegebende Stelle informiert. Die Täter geraten meistens in Panik und laufen davon. Moderne Alarmanlagen lassen sich auch mit Notruftasten versehen, womit die Alarmanlagen dann auch bei einem Unfall oder einem Unglück verständigen können.


Ich sichere mit mechanischen Sicherheitseinrichtungen

Natürlich macht es Sinn, wenn man die Schwachstellen seines Objektes auch mit mechanischen Sicherheitseinrichtungen schützt. Sicherheitsbeschläge, Sicherheitszylinder, Zusatzschlösser bis hin zu Sicherheitstüren erschweren es dem Täter erheblich, in ein Objekt einzudringen. Diese mechanischen Sicherungsmaßnahmen gibt es sowohl für Türen als auch für Fenster. Entscheidet man sich jedenfalls für eine umfangreiche mechanische Sicherheitslösung, so muss man alle Schwachstellen des Hauses sichern. Hat der Täter einmal eine mechanische Sicherung überwunden, kann er sich im Objekt unentdeckt aufhalten.


Die kriminalpolizeiliche Prävention beim Landespolizeikommando und die Wirtschaftskammer Burgenland haben Listen über befugte Alarmanlagenerrichter. Hier können Sie sich informieren, welche professionellen Anbieter es in Ihrer Nähe gibt.





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